Impfen mit AstraZeneca

Sind Sie verunsichert von den Pressemitteilungen über den Corona-Impfstoff von AstraZeneca? Das ist sehr verständlich.

Das Bessere ist des Guten schlimmster Feind.

Das Problem ist, dass wir erst aus der Pandemie herauskommen, wenn mindestens 80% der Menschen geimpft sind.

Wenn alle auf ihren Lieblingsimpfstoff warten, dann verzögert das die Impfkampagne enorm.

Und der Impfstoff steht nicht denjenigen zur Verfügung, die ihn wirklich bekommen sollten – den Menschen unter 60 Jahre.

Abwägen der Risiken des AstraZeneca Impfstoffs gegenüber potenzieller Vorteile

Wie kann ich mir das vorhandene Risiko einer seltenen schweren Impfnebenwirkung im Vergleich zu anderen Alltagsrisiken und dem Risiko der Erkrankung besser vorstellen?

Die DEGAM, die deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin, hat eine Information zur Risikoabwägung herausgegeben, die Sie hier herunterladen können:

Das Risiko einer schweren Schädigung für einen 55-Jährigen durch die Astra-Impfung ist ähnlich, wie innerhalb von 4 Jahren einmal vom Blitz getroffen zu werden. Sehr viel wahrscheinlicher ist es leider im Straßenverkehr oder durch einen Unfall ums Leben zu kommen. Noch viermal häufiger als der Tod durch einen Unfall ist aber für 55-Jährige der Tod an oder mit einer Coronainfektion.

Fazit: Wer die größtmögliche Sicherheit für sich sucht, sollte sich lieber zeitnah mit Astra Zeneca impfen lassen, statt länger auf einen anderen Covidimpfstoff zu warten.

Und: je älter ein Mensch ist, desto besser verträglich und nötiger ist die Impfung mit Astra Zeneca.

Info der Bundesregierung

Die Bundesregierung stellt weitere Informationen hier zur Verfügung:

Ein Video zum Impfen mit Astra Zeneca

STIKO-Mitglied Prof. Eva Hummers von der Universität Göttingen erklärt in dem Video wichtige Zusammenhänge.